Niederlande kauft jetzt auch Bankdaten.
Der niederländische Staat hat von einem ungenannten Informanten eine Liste mit Daten über "einige hundert" Niederländer erhalten, die über Bankkonten im Ausland mutmaßlich Steuern hinterzogen haben sollen.
Dies ist einem Brief des Finanzstaatssekretärs Jan Kees de Jager ans Parlament und einem Communiqué des Finanzministeriums zu entnehmen. Es gehe um Konten bei Banken "in mindestens zwei europäischen Staaten", heißt es im erwähnten Brief. Laut einer ersten Analyse seien im Durchschnitt einige hunderttausend Euro pro Konto dem Zugriff des Fiskus vorenthalten worden.
In einigen Fällen seien es einige zehn Millionen Euro. Es gehe um eine Gruppe von Steuerzahlern, die wissentlich und absichtlich während Jahren große Summen der Besteuerung entzogen hätten, gab de Jager zu Protokoll. Die Informationen ermöglichten einen "grossen Schlag" gegen die "Schwarzsparer".
Konkretere Angaben machte das Ministerium nicht, doch ist in Den Haag zu hören, dass vor allem Konten in Luxemburg, der Schweiz und Liechtenstein betroffen sein sollen. Der niederländische Fiskus hat begonnen, die auf der Liste erfassten Steuerpflichtigen anzuschreiben und eine Klarstellung einzufordern.
Überführten Steuersündern droht in den Niederlanden eine Steuernachforderung für die letzten 12 Jahre zuzüglich einer Busse von bis zu 300% der Steuer.
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